Mal ganz direkt gefragt: Hast du beim Wort „Cord“ auch sofort das Bild einer beigen Schlaghose oder eines alten Uni-Hörsaals im Kopf? Falls ja, bist du nicht allein. Aber lösch das Bild mal kurz aus deinem Kopf. Cord feiert gerade ein Comeback in unseren Wohnzimmern, das alles andere als verstaubt ist.
Warum plötzlich alle auf die Rippe fliegen? Weil Cord etwas schafft, was kaum ein anderer Stoff kann: Er ist so weich wie Samt, aber so robust wie eine Arbeitsjacke. Wir zeigen dir, warum ein Cord-Sofa (wie das legendäre „Seventies“ von Candy) die vielleicht gemütlichste Entscheidung deines Lebens ist – und worauf du achten musst, damit die Struktur auch nach Jahren noch top aussieht.
Warum wir die Rippe gerade so feiernWarum Cord heute wieder begeistert
Die charakteristischen Längsrippen sind das Markenzeichen. Sie verleihen deinem Sofa oder Polsterbett eine optische Tiefe, die ein glatter Stoff niemals hinbekommt. Je nach Lichteinfall verändert sich die Optik ständig – das macht den Raum sofort lebendig, ohne unruhig zu wirken.
Der Wohlfühl-Faktor: Cord ist ein echtes Barfuß-Material. Es fühlt sich flauschig an, hat aber ordentlich Substanz. Dank moderner Mischungen aus Baumwolle und High-Tech-Fasern überlebt der Stoff auch mal einen Netflix-Marathon mit Pizza und Hund auf der Couch.
Breitcord vs. Feincord: Welcher Typ bist du?Cord vs. Feincord – wo liegt der Unterschied?
Hier scheiden sich oft die Geister, und die Entscheidung verändert den Look deines Zimmers massiv:
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Klassischer Breitcord (Die Komfort-Zone): Die Rippen sind breit und markant. Das sorgt für diesen herrlich „knautschigen“ Look. Perfekt für große Wohnlandschaften, in die man sich nach Feierabend einfach nur reinwerfen will. Es sieht einladend aus und verzeiht auch mal eine Falte.
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Feincord (Der elegante Allrounder): Hier sind die Rippen schmaler und dichter gesetzt. Die Oberfläche wirkt ruhiger und fast schon edel. Das ist die perfekte Wahl für schicke Esszimmerstühle (z. B. von Venjakob oder Niehoff) oder minimalistische Betten von Meise, die zwar gemütlich, aber trotzdem „clean“ wirken sollen.


Marken-Check: Wo steckt die beste Qualität drin?
Der Trend ist bei den Profis angekommen. Wenn du das volle Retro-Feeling suchst, ist das Modell „Seventies“ von Candy fast schon Kult – voluminös, weich und extrem lässig. Aber auch Marken wie Megapol, Iwaniccy oder Zehdenick haben das Material für sich entdeckt und bieten alles vom kompakten Zweisitzer bis zur XL-Wohnlandschaft.
Für das Schlafzimmer setzen wir gerne auf Meise Betten. Cord am Kopfteil macht das Schlafzimmer sofort zur absoluten Wohlfühlzone – es wirkt warm und schluckt zusätzlich ein bisschen Schall, was für eine ruhige Atmosphäre sorgt.
Der „Sitzspiegel“ – Ein Feature, kein Fehler
Noch ein Punkt zur Beachtung: Cord ist ein Florstoff. Das heißt, er verändert sich durch Benutzung. Dort, wo du am meisten sitzt, wird der Stoff durch Körperwärme und Druck etwas flacher und glänzender. Man nennt das „Sitzspiegel“.
Wir finden: Das gibt dem Sofa Charakter und diesen geliebten, wohnlichen Look. Wer aber eine sterile Optik wie am ersten Tag erwartet, für den ist die markante Rippe vielleicht nicht das Richtige. Für alle anderen ist es das ehrlichste Material der Welt.
Der Realitäts-Check: Was passiert bei Kaffee, Rotwein & Co.?
„Frisst die Rippe den Schmutz?“ – Das ist im Laden die Frage Nummer eins. Und hier müssen wir ehrlich sein: Cord verzeiht oberflächlichen Staub gut, aber bei Flüssigkeiten wird es knifflig. Durch die Struktur hat der Stoff eine große Oberfläche, und Flüssigkeiten wie Kaffee laufen sofort in die „Täler“ zwischen den Rippen.
Wenn das Malheur passiert ist – Dein 3-Schritte-Plan für zu Hause:
Das Wedler-Fazit: Passt die „Rippe“ zu deinem Leben?
Cord ist für dich perfekt, wenn du keine Lust mehr auf glatte, unpersönliche Oberflächen hast. Es ist ein Stoff mit „Seele“, der dein Zuhause sofort wärmer macht. Ob als Statement-Sofa von Candy oder als textiler Akzent am Esstisch mit Venjakob – die Rippe ist gekommen, um zu bleiben.
Aber – und das gehört zur Wahrheit dazu: Du musst bereit sein, Abstriche bei der „ewigen Perfektion“ zu machen. Wenn du jemand bist, der nervös wird, wenn das Sofa nach drei Monaten eine leichte Patina (den Sitzspiegel) bekommt oder wenn du keine Lust hast, beim Staubsaugen mal genauer in die Rippen zu gehen, dann ist Cord vermutlich nicht dein Material. Es ist ein Stoff, der mit dir lebt – und das sieht man ihm nach einiger Zeit auch an.
Wer aber Charakter über sterile Katalog-Optik stellt, wird mit Cord glücklicher als mit jedem anderen Bezug.
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